Horror Street by Roger Kellerhals

Das Monster aus den Bergen

Es gibt viele Geschichten über den Yeti. Doch natürlich glaubt Sia (die Hauptfigur in der Geschichte) nicht daran, im Gegensatz zu ihrem Bruder Marvin, der sehr viel Angst vor ihrem Ausflug in die Berge, zum Skifahren, hatte. Denn die Familie fuhr genau dorthin in die Ferien, wo man glaubt, es gebe den Yeti. Als sie dort ankamen, schien der Ort wie verlassen. Keine Touristen, nur ein paar Einwohner die kleinen Häuser lebten. Sie gingen jedoch nicht in ein Hotel, sonder in ein Ferienhäuschen im Herzen der Berge.

Die erste Skiabfahrt verlief sehr gut, denn alle in der Familie konnten gut fahren. Doch als sie mit dem Skilift wieder hochfahren, sah Sia eine Gestallt im Schnee. Sie funkelte Sia genau an, doch Sia lies sich nicht abschrecken und fuhr gemütlich weiter, denn sie dachte es wäre nur ein grosses Häschen oder so etwas in der Art. Am nächsten Tag wieder dasselbe Szenarium. Rauf fahren und runter, rauf und runter. Doch als Sia an der gleichen Stelle war, wo sie die Augen gesehen hatte und genauer hinschaute, sah sie die Fussabdrücke eines Mannes.. Doch sie waren nicht normal, sie waren etwa 5-mal grösser und dieser Mann musste barfuss gegangen sein.. An der Stelle, wo die Fussabdrücke aufhörten, sah Sia ein totes Reh und die glühenden Augen. Sie schrie auf und verlor dabei fast ihre Ski. „Was ist?“ fragte ihre Mutter. Doch als Sia wieder hin schaute, waren das tote Tier und die Augen verschwunden. „ Nichts“, sagte sie.“ Nichts? Ok“, sagte ihre Mutter. Dann fuhren sie einen schmalen Waldweg hinunter.

Doch als sie etwa die hälfte hinter sich hatten und Sia gerade gedacht hatte, es war wahrscheinlich nur ein Bär, sah sie es. Es stand mitten auf dem Skiweg und schaute sie an, einer nach dem andern. Sia hätte lieber zehn tollwütige Bären gesehen als dieses Monster. Es hatte kleine bösartige Augen, ein Blutverschmiertes Maul und Fell. Dann schrie es und rannte auf sie zu. Es packte jemand, nicht Sia, nicht Mom oder Dad, sondern Marvin. Marvin schrie und versuchte sich zu wehren, doch es hatte keinen Sinn. Als sie an einem sehr steilen Abhang den Yeti und Marvin fast aus den Augen verloren hatten, warf Sia ihren Skistock genau zwischen die Beine des Yetis so dass er stürzte. Marvin viel zu Boden, doch der Yeti ging in einen Unterschlupf und etwas krachte. Da sahen sie es. Eine riesige Lawine kam genau auf den Yeti zu und begrub ihn unter sich.

Die Familie war nun glücklich. Glücklich dass der Spuck vorbei war, glücklich, dass Marvin nichts passiert war und glücklich, dass alle noch lebten. Die Familie packte ihre Sachen und ging. Doch da, wo die Lawine den Yeti begraben hatte, blitzten plötzlich zwei Augen auf.